Aktuelle Nummer 17 | 2019
18. August 2019 bis 31. August 2019

Editorial

Anfangen

Der Anfang ist ein besonderer Moment, gerade zu Neujahr. Mit Zuversicht und Bangen schauen wir auf die vor uns liegende neue Zeit. Die biblische Tradition kennt für den Anfang zwei Bedeutungen: einerseits den Anfang als unmittelbaren Start – andererseits den Anfang, der bleibt und trägt als Ursprung und Grundlage allen Lebens. In diesem grossen Anfang ist das Gottvertrauen begründet, das uns Mut macht für all die kleinen oder schwierigen Anfänge, mit denen das neue Jahr locken oder fordern wird. 

Es braucht diese vielen kleinen Anfänge, um selbst lebendig zu bleiben, und genauso braucht es sie auf dem Weg zu einer lebensbejahenden und gerechteren Welt. Der Film «Tomorrow» beispielsweise zeigt zahlreiche solche kleine Neuanfänge von Menschen im Einsatz für eine bessere Zukunft. Die Filmemacher möchten, dass wir uns nicht von Schreckensszenarien lähmen lassen. Sie machen Hoffnung mit der Ankündigung: Die Welt ist voller Lösungen. Im grossen bleibenden Anfang der Schöpfung liegt auch heute noch die Kraft für viele gute neue Anfänge. 

Für mich selbst ist heute auch ein besonderer Anfang. Ich beginne meine Tätigkeit als Redaktor des «Kirchenblattes». Nach den Jahren an der Pädagogischen Hochschule Solothurn und dem Religionspädagogischen Institut der Universität Luzern, freue ich mich auf die Arbeit zugunsten der Leserinnen und Leser im Thal und Gäu, im Leberberg und Wasseramt, in der ganzen Region Solothurn. Ich möchte an dieser Stelle meinem Vorgänger, Reto Stampfli, herzlich für seine kompetente Arbeit als Chefredaktor danken. Er hat Marken gesetzt, die dem «Kirchenblatt» ein Profil gegeben haben, um das uns andere beneiden. Nun hat er für sich einen neuen Anfang gesetzt und wurde als Konrektor in die Leitung der Kantonsschule Solothurn gewählt. Dazu gratuliere ich ihm und wünsche ihm in seiner neuen Tätigkeit alles Gute und viel Erfolg. Ich bin froh, dass er uns weiterhin als Mitglied des Redaktionsteams und als gelegentlicher Autor erhalten bleibt. 

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich zum neuen Jahr alles Gute, Gottvertrauen und einige spannende Anfänge.

Kuno Schmid