Jugend
Mein Glaube hat mir die Stärke und den Mut geschenkt, die ich gebraucht habe
von Julia Friker
Sabrina Arn ist 17 Jahre alt, wohnt in Arch im Kanton Bern und absolviert zurzeit die Lehre als Fachfrau Gesundheit mit der Berufsmaturität. Ihr Wunsch ist es, Hebamme zu werden. In ihrer Freizeit spielt sie das Euphonium in der Musikgesellschaft Arch-Leuzigen. Doch ihre grosse Leidenschaft ist das Streethockey. Bei dieser Sportart treten je fünf Feldspieler und ein Goalie pro Mannschaft gegeneinander an. Die Regeln sind die gleichen wie im Eishockey. Gespielt wird auf einem Teerplatz mit zwei Schiedsrichtern. Im vergangenen Jahr wurde die ehemalige Ministrantin sogar Schweizer Meisterin mit ihrem Team!
Liebe Sabrina, wie bist du zum Streethockey gekommen?
In der Schule in Arch haben Spieler des Streethockey-Verbandes ihren Sport vorgestellt. Meine Brüder haben dadurch angefangen, regelmässig Trainings zu besuchen. Ich habe einige Spiele vom Spielfeldrand angeschaut und dadurch wurde mein Interesse geweckt, mein Können auch unter Beweis zu stellen. Seit der Saison 2016/17 trainiere ich nun zweimal wöchentlich mit dem Team U18 und einmal pro Woche mit der Damenmannschaft des SHC Grenchen-Limpachtal.
Du warst langjährige Ministrantin in der Gemeinde Grenchen, was bedeutet dir dein Glaube?
Wir haben früher als Familie oft die Kirche besucht. Da die Spiele oft an Wochenenden stattfinden, wurden diese Besuche leider weniger. Mein Glaube ist mir aber immer noch sehr wichtig.
Inwiefern hilft dir dein Glaube beim Leistungssport?
Besonders intensiv habe ich die Verbundenheit mit Gott im Jahr 2024 erfahren, als ich mich auf die Weltmeisterschaft im Streethockey vorbereitet habe. Ich durfte mit der Damen-Nationalmannschaft mitspielen, absolvierte intensive Trainingseinheiten und musste mich mental auf diese anspruchsvolle Zeit vorbereiten. Dabei hat mir mein Glaube die Stärke und den Mut geschenkt, die ich gebraucht habe.
Was ist dein Erfolgstipp, Schweizer meisterin zu werden?
Es ist wichtig, eine Einheit als Mannschaft zu bilden, positiv zu denken und nach einem Rückschlag die Fehler zu analysieren und diese beim nächsten Mal zu vermeiden. Wir werden durch die Fans am Spielfeldrand getragen und können die Energie auf dem Feld spüren. Das hilft uns sehr
Was sind deine nächsten Ziele im Leistungssport?
Ich möchte nochmals eine Weltmeisterschaft bestreiten und den Schweizer-Meister-Titel mit der Damenmannschaft und dem U18-Team, in dem ich gemeinsam mit meinen Brüdern spiele, gewinnen.
Danke Sabrina, für die spannenden Einblicke in deinen Leistungssport.